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Petition gegen GEMA-Wahnsinn |
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Veröffentlicht von chappi
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Montag, 22. Juni 2009 |
Liebe Kollegen, liebe Musikfreunde,
die GEMA macht es der Kleinkunst nicht leicht - wir brauchen eine
Änderung. Wie Ihr wisst, hängt Wohl und Wehe der kleinen lokalen
Musikszene davon ab, bei Veranstaltungen Gewinn zu machen, d.h., die
Kosten überschaubar zu halten. Ein großer Kostenfaktor sind die
GEMA-Gebühren. die GEMA beabsichtigt, ihre Gebühren um 600% zu erhöhen (das ist kein Witz!!! nachzulesen u.a. unter:
Handelsblatt und Spiegel. Deshalb haben einige Menschen eine Petition beim deutschen Bundestag
eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe.
Bitte unterzeichnet sie. Das ist wirklich wichtig!!! Bis jetzt (22.6.)
sind etwa 40.000 Unterschriften eingegangen. Die Petition ist nur noch
bis zum 17.7. zu zeichnen und 50.000 Unterschriften sind nötig
Nun ist die GEMA prinzipiell eine sehr sinnreiche Einrichtung, allerdings sind die derzeitigen Abrechnungs- und Verteilungsmethoden sehr zum Nachteil von uns "Kleinen" (Veranstaltern wie Urhebern). Das liegt daran, dass nur die "Großen" im Vorstand sitzen. Nun ist es so, dass die Umsätze und Gewinne aus dem Verkauf von Tonträgern seit einigen Jahren massiv eingebrochen sind. Die GEMA kriegt das natürlich auch zu spüren und setzt nun auf den einzigen Musik-Sektor, in dem überhaupt noch Geld zu verdienen ist, nämlich die Live-Musik. Die Begründung dafür lautet sinngemäß, dass die Internet-Piraterie Schuld an der Misere ist. In Wirklichkeit ist es so, dass die Abrechnungsmethoden der GEMA jahrzehntelang gut funktioniert haben, aber für das neue Internet-Zeitalter nicht zeitgemäß sind. Deshalb haben einige Menschen eine Petition beim deutschen Bundestag eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe. Bitte unterzeichnet sie. Das ist wirklich wichtig!!! Bis jetzt (22.6.) sind etwa 40.000 Unterschriften eingegangen. Die Petition ist nur noch bis zum 17.7. zu zeichnen und 50.000 Unterschriften sind nötig Ihr müsst Euch dazu als Unterzeichner einmalig registrieren und dann in einem 2. Schritt einloggen, die Petition suchen und dann durch anklicken unterzeichnen. Ihre/ Deine Beteiligung dient nicht nur den Interessen der (Klein)-Künstler sondern ALLEN Veranstaltern. Veranstalter und damit Gema- pflichtig ist bislang jeder Abi -Ball und jedes Schützenfest, jeder Jazz-, Chanson- und Liederabend, jeder Senioren-Lieder-Lach-Abend und jede Studi-Party, jedes Frauen-Fest, jeder "Bunte Abend", Jedes Rockfestival und jedes lettische Klavierkonzert, also praktisch: JEDER Hier die Einzelheiten und der Petitionslink auf der Webseite des Deutschen Bundestages. Petition1 Hier ist noch ein Link zu einer 2. Petition, die noch bis zum 24.6. zu zeichnen ist. Petition 2 Die GEMA ist ein Thema, das Urheber, Musiker sowie auch Veranstalter und Verlage immer wieder direkt betrifft. Zur weiteren Info hier eine Pressemitteilung: Auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestages kann noch bis zum 17.07.2009 dafür unterzeichnet werden, dass der Bundestag das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und dem Urheberrecht überprüfen möge. Der Text der Petition fordert den Bundestag dazu auf, zu beschließen, dass "das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird." Damit greift die Petition zahlreiche Kritikpunkte an der GEMA auf, die bereits in der Vergangenheit immer wieder für mal lauten, mal stillen Protest gesorgt hatten. Größere Aufmerksamkeit erhielten z.B. die Sonthofer Kulturwerkstatt sowie der Komponist Johannes Kreidler. Auch die sogenannte GEMA-Vermutung (Beispielfall) ist beständig in der Diskussion. Die Initiatoren der Petition begründen ihr Anliegen insbesondere mit der zunehmenden Problematik für Kleinveranstalter: "Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr", heißt es in dem Antrag. Die Petitionsmöglichkeit auf den Webseiten des Bundestages geriet erst kürzlich ausführlich in die Schlagzeilen, als eine Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten weit über 100.000 Unterzeichner gewinnen konnte. Die Grenze von 50.000 Unterschriften innerhalb von 3 Wochen nach Einreichung der Petition ist notwendig, um eine Anhörung vor dem Bundestag zu erreichen. Davon ist die GEMA-Petition nicht mehr weit entfernt: Zum Zeitpunkt dieser Meldung gibt es aber immerhin ca. 40.000 Mitzeichner. ( Stand 22.06.09) |